Kalter Nebel – Widerstand am Kaiserstuhl

Südbaden Mitte der 1970er-Jahre. Im kleinen Ort Wyhl am Kaiserstuhl soll ein riesiges Atomkraft gebaut werden. Hannelore und ihr Mann Karl sind entsetzt. Gemeinsam mit ihrer Nichte Klara, Studentin in Freiburg, schließen sie sich dem Widerstand an.

Bald ist das ganze Dorf in Befürworter und Gegner gespalten. Winzer und Bauern fürchten um ihre Existenzgrundlage und ihre Heimat. Als der Bau ohne Rücksicht auf ausstehende Gerichtsentscheidungen beginnt, bleibt den protestierenden Kaiserstühlern nur ein letztes Mittel: die Bauplatzbesetzung.

 

 

Julia Heinecke: Kalter Nebel – Widerstand am Kaiserstuhl

1. Aufl. 2019, Badischer Landwirtschafts-Verlag, Freiburg

ISBN 978-3-9818089-6-4; 15,80 Euro

Buchbestellungen direkt über den Verlag unter 0761 2713300 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Oder in jeder Buchhandlung.

 

Aus dem Vorwort von Werner Räpple, Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes:

Zuerst war es der Wasserdampf aus den Kühltürmen des geplanten Atomkraftwerks, der uns Winzer und Bauern am Kaiserstuhl motivierte, uns aus Sorge um die Reben gegen das Atomkraftwerk zu engagieren. Feuchter, kühler Nebel, der sich verstärkt auf die Reben niederlässt, erhöht die Gefahr von Pilzkrankheiten, die wiederum Einbußen bei der Qualität verursachen. Ursprünglich war das Atomkraftwerk in Breisach geplant und bei Westwind wären unsere Reben am Kaiserstuhl besonders bedroht gewesen. [...] Wir setzten uns mit der unglaublichen Langlebigkeit von Strontium und Cäsium auseinander. Bald kannte jeder von uns deren Halbwertszeit. Schon damals diskutierten wir leidenschaftlich die Frage der Endlagerung radioaktiven Mülls, für die es bis heute keine Lösung gibt.

Klar wurde uns allen auch, dass der bloße Standortwechsel von Breisach nach Wyhl diese Gefahren niemals beseitigten würde. Die Planer vermuteten im kleinen Dorf Wyhl am Westrand des Kaiserstuhls weniger Widerstand. Sie sollten sich täuschen.

Pressestimmen

Julia Heineckes Buch ist eine Hommage an die Kaiserstühler und ihren Einsatz für die Zukunft – ein Buch für alle, die dabei waren, für jene, die wissen wollen, wie es war, und eine Inspiration für heutige Widerständler. Der Sonntag, 29.9.19

Dieses Buch ist lesenswert, weil Zeitgeschichte fesselnd und anschaulich erzählt wird. Kaiserstühler Wochenbericht, 20.9.19

Redliche Winzer, Bauern, Handwerker, Hausfrauen und Studenten wurden zu echten Atomkraftgegnern. [...] Die wahren Geschichten und Erlebnisse von damals sind nun in einer fiktiven Romanhandlung spannend miteinander verwoben. Regiotrends, 11.10.19